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[Allgemein] Nier

Mondryx

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Friday, February 11th 2011, 4:44am

Nier




Yonah! Yonah! Die verzweifelten Rufe eines Vaters der seine Tochter wieder in den Armen halten will. Doch sie ist fort. So macht sich unser Protagonist auf die beschwerliche Reise nach seiner Tochter. Diese Reise soll aber nicht nur für ihn von Bedeutung sein, denn schon zu Beginn seiner Suche trifft er auf einen eher ungewöhnlichen Jemand.

Sein Name ist Grimoire Weiss, und Grimoire ist ein Buch. Doch Grimoire ist nicht irgendein Buch, er trägt viele mächtige Zauber in sich, die Nier auf der Suche nach seiner Tochter von großer Hilfe sein sollten.

Dann ist da auch noch Kainè, eine Frau mit unbekannter Vergangenheit, die es schlagkräftig versteht, zu argumentieren. Anfangs tritt sie Nier eher skeptisch gegenüber, doch mit der Zeit scheint ihr Wall zu brechen, und sie beginnt Niers Absichten zu verstehen.

Zu guter Letzt ist dann dort auch noch Emil, einem fliegenden Skelett. Wie er zu diesem wurde, wird man erst später erfahren. Er ist wohl als Magier der Truppe anzusehen. Und hat ein schweres Schicksal zu tragen.


Dieses Quartett ist es also sein, dass einen in die Welt von Nier ziehen soll. Ob es funktioniert hat?

Das Spiel startet in einer sehr vertrauten Umgebung, es wirkt fast wie eine Metropole wie wir es gewöhnt sind. Doch etwas ist anders, unheimliche Kreaturen tauchen auf, als eine Person, die Nier sehr ähnlich sieht, die Hilfe eines Buches akzeptiert. Er bekämpft diese um seine Tochter zu schützen. Und plötzlich ist alles Schwarz.

Hier beginnt unser Abenteuer.

Man findet sich in einer Mittelalterlichen Welt wider, und beginnt sein Abenteuer mit Nier. Was anfangs noch etwas zäh daher kommt, entwickelt sich mit der Zeit sehr positiv, und die Geschichte zieht einen in seinen Bann. Hier zeigen die einzigartigen Charaktere ihre Stärken, und schaffen es die Geschichte, die uns Nier erzählen will, glaubwürdig zu vermitteln. Nichts wirkt aufgesetzt, nichts zu übertrieben, oder gar lächerlich. Schnell wird es einem auch Egal wie antiquiert die Grafik doch ist. Es tut der Qualität des Storytellings einfach keinen Abbruch. Es gibt Höhen und Tiefen, man erlebt lustige Momente, aber passieren auch Dinge, die einen unerwartet mitten ins Herz treffen. Wer sich auf dieses Spiel einlässt wird erzählerisch in keiner Weise enttäuscht werden.

Spielerisch zeigt sich Nier als ein Mix aus Echtzeit Schwertkampf Action, gepaart mit Magie Einlagen. Die Steuerung geht leicht von der Hand, und schnell weiß man wie man in der jeweiligen Situation zu reagieren hat. Die Spielwelt ist in relativ große Abschnitte gegliedert, die durch kurze Ladesequenzen unterbrochen werden. Jeder Abschnitt ist auch nach Abschluss der dortigen Aufgaben noch betretbar, wobei Ausnahmen natürlich die Regel bestätigen. Die Dungeons von Nier sind sehr vielseitig gestaltet. So gilt es Fahrten in einer Lore zu meistern, Rätsel zu lösen, oder sich einfach nur durch Gegnerhorden zu schnetzeln. Der Einsatz der Perspektive wurde in Nier auch sehr bedacht. So spielt man ab und zu in klassischer 2D Perspektive, Isometrischer Diablo Aufsicht, oder einfach nur im normalem 3rd Person View, was merklich die Abwechslung steigert.


Abseits der Geschichte kann man sich in den einzelnen Orten auch anderen Aufgaben widmen, wie dem Anbauen von Obst und Gemüse, Angeln, oder dem lösen von Aufgaben der Ansässigen Dorfbewohner.

Quests in Nier gestalten sich allerdings leider sehr stereotyp. So gibt es typische Aufträge wie „Bring mir Gegenstand A, dann bekommst du Item B dafür“. Da diese Aufgaben aber nicht verpflichtend sind, muss man sie auch nicht machen, wenn man keine Lust darauf hat. Doch es ist eine gute Quelle um an Gegenstände und Geld zu gelangen. In Nier gibt es so etwas wie „Zeit“. Nier spielt in einem Rahmen von mehreren Jahren, welche allerdings nicht Monat für Monat vergehen. Zu einem bestimmten Zeitpunkt im Spiel gibt es einen Spiel beeinflussenden Moment. Es heißt sich also Weise zu entscheiden. Nach diesem Moment vergehen einige Jahre, und man erlebt die Auswirkungen seiner Entscheidung.

Wer alle Enden von Nier erleben will, sollte sich ordentlich Zeit nehmen, denn Nier kommt auf gute 50 Stunden Spielzeit, was für ein heutiges Spiel dieses Genres schon einiges an Zeit ist.

In Nier steigt man wie in einem Rollenspiel Level auf. Allerdings kann man keine Statuspunkte verteilen, man wird dadurch einfach nur mächtiger. Es ist einem aber möglich die Magie, welche man benutzen will, frei zu wählen. Natürlich muss Grimoire dazu erstmal genug Magie beherrschen, was aber mit der Zeit kommt. Wer hätte es sich nicht gedacht?

Waffen sind auch frei wählbar, und so kann man sich später zu einem von drei möglichen Kampfstilen entscheiden. Nämlich zwischen dem Einhand Schwert, dem Zweihänder, oder dem Speer. Alle haben ihre Vor- und Nachteile und es liegt an einem Selbst, den richtigen Kampfstil für sich zu finden. Waffen lassen sich übrigens selbst bauen. Das einzige was man dafür braucht, sind nur die richtigen Materialien, die von Gegnern fallen gelassen werden. Hier kommt der Farmer so richtig auf seine Kosten!



Kommen wir zu einem weiteren positiven Aspekt von Nier, dem Soundtrack. Die Musik Niers ist ein wirkliches Highlight der letzten Jahre. So wird man von stimmigen Klängen durch die Welt begleitet, die von melancholisch, über hektisch bis hin zu fröhlich wechseln. Es wird immer der richtige Ton getroffen, und die ganze Atmosphäre wird von dem Stück getragen, dass gerade läuft. (Anm. des Autors: Ich höre den Soundtrack heute noch Privat.) Ohne diesen Soundtrack wäre Nier auch nicht Nier, es würde merklich an Qualität verlieren.

Nier ist ein Spiel, das nicht so einfach in eine Schublade gesteckt werden kann. Es muss erlebt werden, damit es einen mit seinem Charme fangen, und überzeugen kann. Denn hinter der eher hässlichen Schale steckt ein einzigartiger Kern, wie es ihn wohl noch nie gegeben hat. Mir hat Nier ein paar unvergleichliche Stunden beschert, die mir sogar des öfteren Tränen in die Augen trieben. Es ist ein unvergleichliches Erlebnis welches von jedem der Wert auf ein gutes Spiel legt, nicht gemisst werden sollte.




Nachdem ich diesen Titel letztes Jahr gespielt, und sehr genossen habe, wollte ich immer ein Review dazu schreiben. Nun habe ich mir mal die Zeit genommen. Ich hoffe euch gefällt mein Review, es ist mein zweites nach Borderlands 2009, und ich habe versucht, es ein wenig anders aufzuziehen. Habe bewusst auf ein Bewertungsschema verzichtet, und denke das es auch ganz gut ohne auskommt. Über konstruktive Kritik, sei es zum Inhalt, zur Orthographie oder der Rhetorik, freue ich mich natürlich. Falls ich irgendwo einen syntaktischen Fehler eingebaut habe, wäre ein Hinweis ebenfalls freundlich.

Hardware:
42" Philips LCD, 5.1 Sys mit Reciever, 320 GB PS3
Games
Marktplatz: (Spot):11 (Grill):2
Spiele ich zur Zeit:
Hyperdimension Neptunia Mk.2

Trophycard:



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SirHenrythe3rd

junges Häschen :) :P

(722)

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2

Friday, February 11th 2011, 9:45am

Also dieses Spiel ist eine ganz grosse Liebe von mir geworden.
Lange ist es her das mich ein Game so gefesselt hat, es erinnert mich einfach an unendliche Stunden mit diversen Spielen der Vergangenheit.

Die Weitläufigkeit der Felder erinnert an "Sleeping Gods Lie", das Angeln und das Ausbuddeln von Items erinnert an "Zelda: Ocarina of Time", das Hack&Slay in 3D an "Sword of the Bezerk" und das Hack&Slay in 2D an "Strider".
Dazu wirklich mal eine herzhaft erfrischende Story, weil halt nicht 08/15-1000xdagewesen, es ist emotionsgeladen, es weckt die Sammlerwut, es macht Interaktion mit NPC mal wieder interessant, weil diese echt mal eine Message haben und die Story wundervoll vorantreiben, das Setting ist toll, das Leveldesign ist toll, der Genremix als ganzes gewagt, aber vollkommen gelungen...ein Wahnsinns-Spiel! Bin froh das ich das habe und wünschte mir es würde nie zu Ende gehen. ^^

THX für den Review, mondryx!!! :thumbsup:

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